98. Deutscher Katholikentag in Mannheim 16. - 20. Mai

Völlig begeistert kamen 64 junge Sängerinnen und Sänger des Kinder- und Jugendchors Unterwegs vom Eröffnungsgottesdienst des Katholikentags in Mannheim zurück. Auch Kantorin Priska Schöner zeigte sich beeindruckt von den Leistungen ihrer Chorkinder vor 15000 Gottesdienstbesuchern.

„Vom ersten Soundcheck am Mittwochabend bis zum abschließenden gemeinsamen Singen mit den Pueri Cantores-Chören auf dem Paradeplatz am Donnerstagmittag hatten wir viele tolle Erlebnisse“, zieht die Kantorin ihr Fazit nach der insgesamt sehr bewegenden Reise. Im Mittelpunkt des Christi Himmelfahrtstages stand der Gottesdienst im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses, bei dem der Kinder- und Jugendchor zusammen mit einem Projektchor  Erwachsenenchor aus Heidelberg „Ansingechor“ und mit diesen, sowie einem neunköpfigen Ensemble aus Trompeten, Posaunen und einer Pauke hauptverantwortlich für die Musik der Feier war.

Ziemlich kalt sei es gewesen auf der Bühne. Manches Kind habe zeitweise auch ein bisschen gefroren, aber der Gesang sei sehr gut angekommen. „Alle Einsätze haben geklappt, auch die anderen Musizierenden waren begeistert von unseren Kindern und Jugendlichen“, berichtet Priska Schöner über entsprechende Rückmeldungen. Dass die Kinder sämtliche Lieder, Chöre und Überstimmen zudem auswendig gesungen hätten, habe für sehr gute Präsenz gesorgt und natürlich zusätzlichen Eindruck hinterlassen.

Insgesamt sei der im ersten deutschen Fernsehen direkt übertragene Gottesdienst mit Robert Zollitsch, dem Freiburger Erzbischof und Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz als Hauptzelebranten nahezu sekundengenau abgelaufen, auch weil sich die jungen Sänger genau an die in der Generalprobe nochmals eintrainierten Vorgaben gehalten hätten.

20 Chormütter hätten dazu beigetragen, dass man in den Räumen der Pestalozzischule gut schlafen konnte. Beim gemeinsamen Nachtgesang „Sei behütet Tag und Nacht“ habe es am Mittwochabend auch einige Tränen der Rührung gegeben.

Punkt 8.30 Uhr standen die 64 Sängerinnen und Sänger dann am Donnerstagmorgen auf der großen Musikbühne des Ehrenhofs. Die Aufgabe, eine so große Menge von Gottesdienstbesuchern beim gemeinsamen Einsingen und Vorbereiten der Lieder zu dirigieren, sei auch für sie eine eindrucksvolle Erfahrung gewesen, meinte Chorleiterin Priska Schöner, die zuvor gemeinsam mit Rebekka Mark auch in der „Maske“ des Fernsehens gesessen hatte.

Von der Moderatorin des Vorprogramms wurden dann neben der Chorleiterin auch einige Kinder interviewt. Kurz vor zehn hätten Eltern die Jacken und Anoraks eingesammelt und um zehn Uhr habe die Feier begonnen. Für den Mannheimer Katholikentag war der Eröffnungsgottesdienst zusammen mit dem Abschlussgottesdienst am Sonntag sicherlich die größte und bedeutendste liturgische Feier. Für Rebekka Mark brachte sie die bestens gemeisterte Herausforderung, zwei Verse zum Zwischengesang und das Halleluja vor dem Evangelium alleine zu singen.

„Toll war für unsere Jugendlichen auch, dass der Erzbischof so begeistert war von ihrem Gesang“, berichtet die Kantorin von den Begegnungen unmittelbar nach dem Gottesdienst. „Da hätte ich am liebsten mitgeklatscht“, habe der Bischof mit größter Anerkennung gemeint.

Als auf dem Heimweg im Bus gen Achern dann die Liederbücher ausgepackt und das Programm nochmals durchgesungen und die Lieder teilweise mit lustigen Textveränderungen versehen wurden, war klar, dass die Erlebnisse in Mannheim deutliche Spuren hinterlassen haben.

Michael Karle

 

 

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