Junger Chor Fautenbach beim internationalen Treffen des Chorverbands Pueri Cantores in Granada

Begeisterndes und begeistertes Engagement für den Frieden zeigten 35 Jugendliche des Jungen Chors Fautenbach beim internationalen Treffen des Chorverbands Pueri Cantores in Granada. Zusammen mit Kantorin Priska Schöner und Pfarrer Joachim Giesler beteiligte sich der Chor am weltweiten Singen für den Frieden in der südspanischen Stadt.

„Tagsüber 40 Grad Wärme und permanent wolkenlosen Himmel zu erleben, war allein schon besonders,“ schmunzelte die Chorleiterin nach der Rückkehr. Viel wichtiger und bewegender seien aber die Begegnungen mit anderen jungen Sängerinnen und Sängern in Chören aus der ganzen Welt gewesen. Nicht zuletzt, so die Chorleiterin, hätten die Jugendlichen auch mit sich selbst und untereinander noch einmal prägende und motivierende Erfahrungen gemacht.

Deutschsprachige musikalische Begeisterung habe es schon beim Gottesdienst in der Kathedrale Granadas gegeben. Zentraler Mittelpunkt des Festivals sei das von allen 62 teilnehmenden Chören zeitgleich in verschiedenen Kirchen gesungene Friedensgebet gewesen. Mit Chören aus Frankreich, Polen, Spanien, der Schweiz und Deutschland habe der Fautenbacher Chor für den Frieden in der Welt gesungen. Ein weiterer Höhepunkt war das Konzert, das die Acherner Jugendlichen gemeinsam mit einem Chor aus Bensheim an der Weinstraße und aus Lugano in dem unweit von Granada gelegenen Dorf Mahala sangen. „Die Leute empfingen uns schon winkend am Ortseingang, die Kirche war voller interessierter Hörer. Für unsere Lieder wie „Shalom aleichem“, „A Celtic Benediction“ und „Herr, weil wir den Frieden brauchen“ haben wir riesigen Beifall bekommen. Nach unserem singenden Auszug mit dem Kanon „Gaudeamus“ gab es einen Empfang, bei dem spontane Tänze und gemeinsam gesungene Chorhits die absoluten Highlights waren“, berichtet etwa Raffael Dauser, der nach Stockholm und Würzburg hier schon das dritte große Festival erlebte. „Sowohl der Bensheimer Chor wie der aus Granada haben uns eingeladen, wieder zusammen zu kommen“, freut sich der junge Zimmermann auf ein mögliches Wiedersehen.

„Jetzt wissen wir, was spanische Herzlichkeit ist und wie es sich anfühlt, wenn man über das gemeinsame Singen und die Freude an der Musik zusammenkommt“, meint etwa Katharina Mark. In Granada gehörte sie ebenfalls zu „den Großen“.

Begeistert zeigten sich die Jugendlichen auch über die Erlebnisse in der Stadt. Eine faszinierende Führung habe man durch die Stadt und die Festung Alhambra erhalten. „Unser Stadtführer Juan, der 12 Jahre in Mannheim gelebt hatte und sich hervorragend auskannte, fand ungeteilte Aufmerksamkeit“, erzählt die Chorleiterin, die auch von spannenden Markterfahrungen ihrer Mädchen in der arabischen Gasse berichtet.

Pfarrer Joachim Giesler, neben drei Eltern begeisterter Begleiter des Chores, durfte sich zum großen Abschlussgottesdienst gar in die Reihe der Sänger einordnen. „Dass ich das Händel-Halleluja einmal in dieser Weise erlebe, hätte ich nicht gedacht“, freute sich der Pfarrer am Ende über sein Pueri Cantores- und Festivalerlebnis der ganz besonderen Art.

Michael Karle

Hier einige Links dazu:

Probe Abschluss-Gottesdienst
La Malaha
Galakonzert
Abschluss-Gottesdienst
Interview
 

 

 

 

 

 

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